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Pfefferminze – ein herrlich duftender Klassiker

Darmgesundheit und Kräuter

Zu der Minze-Familie zählen heute die Pfefferminze, die marokkanische Nana Minze, Bergamotte-Minze, die heimische Krauseminze, Wasserminze, Katzenminze und Ackerminze. Die wohlriechende Pflanze findet eine breite Anwendung. Sie wird vor allem bei Magenbeschwerden eingesetzt, denn ihre entschlackende Wirkung ist seit der Antike bekannt. Weiterhin ist ihr unverkennbarer Duft heute in Zahnpasta und Kaugummi zu finden. Grüne, frische Blätter der Minze schmücken den Mojito, sind als Zutat in der Schokolade oder im Pfefferminzlikör zu spüren. Der Pfefferminztee ist wegen seiner heilenden Detox-Eigenschaften und dem angenehmen Aroma beliebt. 

Die Heilwirkung der Minze beruht auf ihrem hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Dazu zählt an erster Stelle Menthol. Außerdem enthält die Pflanze Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe. Ihr Anteil in den einzelnen Minzesorten ist jedoch unterschiedlich.
Die reinigende Wirkung von Minze wurde bereits in der Antike gegen Verdauungsbeschwerden, Magenproblemen sowie Verschleimung, Husten und Kopfschmerzen eingesetzt. Auch bei Hildegard von Bingen findet sie Erwähnung: Sie beschreibt die Minze als Kraut der Kräuter.
Inzwischen gibt es wissenschaftliche Nachweise der Wirksamkeit der Pfefferminze:
Die WHO indiziert die innere Verwendung von Pfefferminzöl bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Gastritis. Es wurde die antibakterielle Wirkung und der krampflösende Effekt von Blättern und Öl sowie die Zunahme der Gallenproduktion nachgewiesen.
(Quellenangaben siehe: www.worlmedicine.eu/publikationen.)
 
Die Pfefferminze, am einfachsten als Tee, sollte in jedem Haushalt und das Pfefferminzöl in jeder Hausapotheke vorhanden sein.
 

Pfefferminze kann vielseitig angewendet werden

Tee


Bei Magenproblemen (Magenschleimhautentzündung), Übelkeit, symptomatischen Verdauungsstörungen, Blähungen und Koliken, sowie Reizdarm wird die Minze empfohlen.
Am besten selbst getrocknete Pfefferminzblätter mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und dreimal täglich eine Tasse trinken.
Der Tee sollte nicht länger als 2 Wochen regelmäßig getrunken werden!

Es gibt eine Vielzahl anderer Verwendungsmöglichkeiten der Pfefferminze. Sehr beliebt ist der Pfefferminzsirup zum Aromatisieren von Mineralwasser.
 

Pfefferminzsirup


Zutaten: etwa 200 g Minze (je nach Art der Minze und ob frisch oder getrocknet etwas mehr oder weniger), 1 Liter Wasser, 1 Zitrone, 500 g Zucker.

Frische oder getrocknete Minzblätter kleinschneiden. Die Zitrone auspressen, den Zitronensaft und die Minze zusammen mit dem Wasser in einen Topf geben,
24 Stunden ziehen lassen. Durch die Säure der Zitrone lösen sich in dieser Zeit die Aromastoffe. Nachdem das Pfefferminz-Zitronen-Wasser gut durchgezogen ist, den Sud erhitzen, bis er anfängt zu sieden. Dadurch löst sich das Menthol beinah gänzlich aus der Pfefferminze. Das Gemisch für eine Minute sprudelnd kochen lassen, den Sud abseihen und die Blätter entfernen. Den Pfefferminzaufguss erneut zum Kochen bringen, Zucker zugeben und 20 Minuten bei geringer Hitze weiterkochen.  
Zum Schluss füllt man den heißen Sirup in sterilisierte Flaschen.

Pfefferminze in der Küche 


Auch wenn die Pfefferminze mehr als ein Heilkraut und weniger als schmackhaftes Küchenkraut bekannt ist, wird sie gerne kulinarisch verwendet, besonders bei orientalischen Gerichten sowie Süßspeisen. Minze passt als Würze ganz hervorragend zu Suppen, Salaten, Gemüsegerichten, Süßspeisen. Mit dem Minzsirup lassen sich schmackhafte Sommerlimonaden selbst herstellen. Besonders gut eignet sie sich zum Aromatisieren von Tomaten, Gurken und Erbsen sowie Ananas, Zitrone, Orange und Zuckermelone und Wasser. Sehr raffiniert und fein schmeckt die Pfefferminze vermischt mit dunkler Schokolade, süßer Sahne oder Quark. Doch bei allen Gerichten ist es wichtig, sie sparsam einzusetzen, denn ihr Geschmack kann sehr leicht dominieren.
 
Mit Pfefferminze wird es nicht langweilig, probiert es aus, ihr werdet sie lieben.
Fundiertes Ernährungswissen kombiniert mit vielseitigem Praxisbezug erfahren Sie in dem Seminar „Darmgesundheit“.
Wollen Sie tiefer einsteigen? Informieren Sie sich über die Ausbildung zum/zur Ernährungsberater/in. Wir beraten Sie gerne. 
Autorin: Petra Walter
© pursana akademie