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Corona Chance – wie können wir aktiv mit Corona umgehen?

Es gibt Stimmen, die sprechen von "Kampf gegen Corona" und verwenden häufig den Begriff „Krieg“. Aus der Geschichte wissen wir, dass es bei Kriegen keine Gewinner gibt, sondern geschwächte, traumatisierte Menschen und zerstörte Lebensgrundlagen. Wir werden einen Krieg gegen Viren nicht wirklich gewinnen, denn es werden neue Viren entstehen, die unser Immunsystem noch nicht kennt.
Wäre es nicht sinnvoll, aktiv zu werden und uns auf Möglichkeiten zu fokussieren, die uns nicht nur jetzt in Corona Zeiten unterstützen, sondern auch in der Zukunft?

Wir sind dem Virus nicht ausgeliefert, sondern es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie wir aktiv werden können:

Unser Immunsystem will gepflegt sein

Eine vitalstoffreiche, frisch zubereitete Ernährung stärkt unsere Abwehrkräfte. Hier können wir aktuell die Geschenke der Natur nutzen, beispielsweise, frischen Bärlauch, Löwenzahn, Giersch und andere Wildkräuter. Weitere Informationen dazu in den News über Detox, Immunsystem und Superfood.
 

Tief durchatmen und bewegen

In Stresssituationen neigen wir dazu, den Atem anzuhalten oder flach zu atmen. Das tiefe Atmen, die Bauchatmung und die verlängerte Ausatmung sind Atemtechniken, die regelmäßig im Alltag geübt werden können. Tägliche Bewegung in der Natur durchlüftet und befeuchtet unsere Atemwege. Zudem wirkt der Aufenthalt im Freien entspannend auf unser Nervensystem und hebt die Stimmung. Gezielte Dehn- und Drehübungen, wie wir sie bei Yoga oder Pilates kennen, mobilisieren die Wirbelsäule und stärken die Atemhilfsmuskulatur.
 

Energie spüren und aktivieren

Unsere Lebensenergie - in Indien „prana“, in der traditionellen chinesischen Medizin „chi“ genannt - ist eine in uns vorhandene Lebenskraft. Diese können wir durch die oben genannten Maßnahmen positiv stärken. Wir alle kennen das frische Gefühl und die gute Laune nach einem Waldlauf oder einem Spaziergang am Meer. 

Unsere Gedanken tragen ebenfalls zum Heben des Energielevels bei. Je mehr Sorgen und Ängste präsent sind, umso schwächer, müder und erschöpfter fühlen wir uns. Gedankenhygiene ist hier das Stichwort. Wir selbst entscheiden, welche Nachrichten und wie viele wir uns anhören und ansehen. Kommen die Informationen aus seriösen Quellen oder tragen sie dazu bei, uns in Panik und Schrecken zu versetzen? Haben wir den Mut, unsere eigene Meinung zu finden, ohne sie dogmatisch auch anderen Menschen abzuverlangen? Lebensbejahende, lösungsorientierte Gedanken beschönigen nicht die aktuelle Situation, aber sie heben unser Energielevel und holen uns aus der Opferrolle. 
 

In Beziehung bleiben mit sich und der Welt

Wir sind Gemeinschaftswesen und erleben jetzt, wie stark wir alle miteinander verbunden sind. Ein Virus zirkuliert um die Welt – die Folgen betreffen uns alle. Dies zeigt, wie sehr wir alle miteinander verbunden sind, birgt aber auch ein noch nie dagewesenes Potenzial, um Situationen positiv und nachhaltig zu verändern. Wir können so zum Mut machenden Vorbild für die nächste Generation werden. Zum einen lassen sich wirtschaftliche Schäden und Einschränkungen besser ertragen, wenn viele Menschen davon betroffen sind. Andererseits haben wir in dieser Masse die große Möglichkeit für Veränderungen. 
Wofür kann die momentane Isolation gut sein? Wir leiden alle darunter, dass wir unsere Freunde und Mitmenschen nicht wie gewohnt treffen können. Ein persönlicher Rückzug und das temporäre Allein-Sein birgt die Chance, sich seiner eigenen Ressourcen bewusst zu werden, kreative Lösungsansätze zu finden und irgendwann die Gemeinschaft noch viel achtsamer wahrzunehmen und in ihrem Sinne zu handeln.
 

Vertrauen entwickeln

Vertrauen in uns selbst, unsere Mitmenschen und eine lebenswerte Zukunft für uns alle beinhaltet Resilienz, das heißt die Fähigkeit mit Krisen und Schwierigkeiten unaufgeregt umzugehen. Resilienz ist Grundlage für die Entstehung von Gesundheit. Wir alle wissen nicht, wie lange die aktuellen Einschränkungen dauern werden und wie das Leben nachher weitergeht. Diese Situation können wir nicht kontrollieren. Hier hilft Vertrauen. Genau das erleben wir momentan sehr eindrucksvoll. Vertrauen gibt uns Mut zur Veränderung und Mut, etwas Neues zu wagen. Viele Menschen können momentan ihren Beruf nicht ausüben, aber finden kreative Lösungen, etwas für die Gemeinschaft beizutragen, was gerade jetzt gebraucht wird. 
 

Erkennen, was wirklich wichtig ist

Gerade jetzt haben wir die Chance, zu erkennen, was für unser Leben wirklich wichtig ist. Das ist sicher individuell unterschiedlich. Einige Vorschläge hierzu:
  • Gemeinschaft: Menschlichkeit – Solidarität - Hilfsbereitschaft - Zeit füreinander
  • Gesundheit: Ernährung - Resilienz - Bewegung - Atmung - Entspannung 
  • Natur: Kraftquelle - Lebensraum
  • Vertrauen: Mut - Dankbarkeit - Kreativität
Das alles sind Faktoren, die wir aktiv gestalten können und denen wir nicht machtlos ausgeliefert sind. 
 

Fazit: Nicht kämpfen gegen…, sondern sorgen für…

Es verbraucht viel Kraft und Energie, wenn wir uns ausschließlich auf den Kampf, das Problem und alle Schwierigkeiten konzentrieren. In dem Moment, wo wir beginnen aktiv für uns, unsere Mitmenschen und die Umwelt zu sorgen, verliert die Situation ihre Schwere und Ausweglosigkeit. 
  • Es ergeben sich auch in der Krise positive Aspekte, beispielsweise die Auswirkungen auf das Klima. 
  • Es gibt jeden Tag Momente, die uns glücklich und dankbar machen.
Dieses „sorgen für“ lässt sich auch mit dem Begriff Prävention beschreiben. Darin sieht die pursana akademie ihre sinnvolle Aufgabe. Wir vermitteln fundiertes und ganzheitliches Wissen, um die körperliche, psychische und mentale Gesundheit jedes Einzelnen so gut wie möglich zu stärken, um damit für die Herausforderungen des Lebens gut vorbereitet zu sein. 
Autorin: Margherita Harrasser-Joachim 
© pursana akademie